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   ein hase

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du weidest mich auf saftig gelben auen
es ist eine liebliche verschwendung
die zufriedenheit
die mir nicht zur vollkommenheit gereicht
es ist irrend das ich finde
das gras ist grüner hier bei dir
Es fehlt mir sein babylon
von dessen höchstem turm ich sehe
dein eden leuchtet

X.Y.U

Widerstand schmiegt sich sanft an diese raue oberfläche, liebkost sie zitternd.
Der dämonen schwarzer dunst ist stoff ihrer grenzen. Nur in ihrem kopf, flüstert er wissend, schließt die arme fest darum.
Sie sieht die welt mit wachen augen, verfinsterte innenansicht bis zur unkenntlichkeit.
Dieser bund spottet seiner siegel, kratz sie ganz von innen hohl.
Die harpye im käfig hat sich binden lassen, aber verzeihen kann sie nicht.
Er wird lächeln, und nichts beräuhn wenn sie ihn, dann letzten ends der willkür willen nicht mehr bluten lässt.




die torfnase hoch über den eigenen horizont recken
die dünne luft gierig in die lunge sogen
weiße blutkörperchen lassen sich nicht täuschen
und so
taumel ich singend, mich in den hüften wiegend
im fieber
ob des bewussten fremdkörpers...



Zitternde finger fühlen einen klebringen film auf der haut, asymptotisch erstickte poren.
Das ziept im bauch, will mit gewalt und träne im auge was es nicht einzufordern gilt. Ich könnte ein rosa frotteetuch erbrechen und würde noch versuchen damit von der oberfläche zu kratzen. Und ich ließe mir wohl den staub aus den augen lutschen, wäre mir die berührung einer solch verklebten haut nicht zuwider… pore um pore gefüllt, gestopft und überfordert





Alice schreibt

Sie fährt mit den Fingern behutsam über den groben Umschlag, er ist nicht verschlossen. Ein Zipfel des dünnen, hastig hineingestopften Papiers lugt heraus. Schwarze Tinte, ungeduldiger Schriftzug, zu vertraut um unleserlich zu sein. Sie braucht das Papier nicht zu entfalten um das zu wissen. Immer noch hält sie den Umschlag in der Hand, dreht und wendet ihn, zieht die Stirn kraus, als ärgerte sie sich ein wenig über ihn.
Tatsächlich legt sie ihn erstmal auf die Glasplatte des kleinen runden Tisches, läuft, Barfuss wie sie ist mit diesem leisen Platschen zum Kühlschrank. Sie tritt kaum mit dem Ballen auf, wie es ihre Gewohnheit ist, das verleiht ihr einen leicht wiegenden Gang. Sie lehnt sich einem Moment nachdenklich gegen den Rahmen des geöffneten Kühlschranks bevor sie entschlossen nach einem Karton Milch greift.
Platschend, wiegend wieder zurück. Jetzt hockt sie sich auf das weiße Sofa, die Knie bis zur Brust angewinkelt, vor ihr der Tisch, vor ihr der Brief. Den mustert sie weiter ohne auf den Karton zu blicken aus dem sie nun einen Schluck nimmt. Mit der Zunge wischt sie sich automatisch den Milchbart ab.
Hinter ihrer Stirn arbeitet es und flucht es. Ja es verflucht Alice.
Alice ist weg, aber der Brief ist da und das ist auch schon alles, und genug, schon genug. Sie stößt einen tiefen Seufzer aus und nimmt den Umschlag erneut in die Hand, mit einer entschlossenen, fast schon ruckartigen Bewegung holt sie das beschriebene Papier hervor. Gegen Widerwillen ankämpfend faltet sie es auseinander und breitet die erste Seite vor sich auf. Also was schreibt Alice?
Alice spuckt Galle und Geifer. Alice redet von Kotze auf einer gestärkten weißen Schürze, davon dass sie sehen kann wie ein Insekt sich durch ihre Vene schiebt und ihr jemand ununterbrochen Blut in den Nacken rotzt. Jemand hätte ihre Stimmbänder aufgeschnitten und versucht sie damit zu erhängen.
Und sie, sie muss schlucken… aber gut, nichts anderes hatte sie erwartet. Sie legt den Kopf in den Nacken und schließt die Augen, versucht bewusster als sonst zu atmen. Und dann, später geht sie rüber um Musik anzuschalten und steht noch ein wenig vorm Fenster während ihr die Freude an der nun erklingenden Musik ihre Lippen unwillkürlich zu einem Lächeln verziehen lässt. Die Szenerie draußen ist eine gewohnte, doch die ungewohnt vielen Sonnenstrahlen, die ihren Weg zwischen den Wolken hindurch gefunden haben wecken in ihr den Wunsch sich ein wenig die Beine zu vertreten, dann kann sie gleich den Brief in den Altpapiercontainer werfen und rüber zum Kiosk, wo sie vielleicht ihn trifft. Dass er Alice nicht kennt, das weiß sie wohl und das ist genug, schon genug.



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